Sonntagmittag auf dem Balkon
Es gibt Momente, die sind einfach schön. Ich habe Zeit, oder nehme mir Zeit, die ich selbstverständlich auch für (vielleicht) sinnvolle Tätigkeiten nutzen könnte, die Sonne scheint zwischen ein paar Wölkchen hindurch, der Säugling schläft, ein leises Lüftchen kühlt die warm gewordenen Beinchen und ich kann das alles erzählen. Das ist ein Moment, der ist schön. Und sicher ist das noch nicht alles denn das, was ich zu erzählen habe geht über die Beschreibun des Moments und die an der Sonnenblume saugende Hummel hinaus. Es ist die Geschichte einer nach Freiheit strebenden Frau. Sie weiß es och nicht, aber sie wird diese Freiheit haben, sie wird sie selbst sein, sie selbst ganz allein, ohne Hilfe, und dabei glücklich sein.
Und da frag ich mich, sollte das etwa ein Problem sein, selbstbestimmt und unabhängig durch leben zu gehen. Naja, sicher ist es nicht ganz einfach, schon gar nicht, wenn auf diese Unabhängigkeit ein Stückweit gern verzichtet wird, indem ein Mann und ein Kind, vorallem dieser Mann und dieses Kind, das Verzichten einfach machen. Aber natürlcih nur zu einem gewissen Grad, der sicher auch nicht feststeht sondern eine verschwommene Größe darstellt. Es geht also um den vielbesprochenen Spagat zwischen Familie und Selbstverwirklichung, im besten Fall im Beruf. Raus kommen, ohne Anhang, etwas für sich selbst tun, ohne schlechtes Gewissen. Das geht nicht ohne auch mal zu Fordern, ohne gute Rahmenbedingungen etc...und da war es wieder, das fordernde Baby-eine Frau kann nich kontinuierlich arbeiten. Sie muss in Etappen gehen. Das unterscheidet sie.

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